Der Ortsverband hatte am Freitag, den 20. März zu einem Informations- und Diskussionsabend rund um das Thema Familienstützpunkt ins Sackhaus eingeladen. Schnell füllte sich der kleine Nebenraum des Museums. Neben engagierten Bürgerinnen und Bürgern nahmen auch der Schöllkrippener Bürgermeister Marc Babo, mehrere Gemeinderät*innen sowie die Bürgermeisterkandidatin Barbara Jäger aus Kleinkahl teil. Damit zeigte sich ein erfreulich breites und bunt gemischtes Publikum.
Nach der Begrüßung durch Fritz Möller, Sprecher des Ortsverbands, erläuterte Uli Hug, Leiterin des Familienstützpunkts Kahl a. M., gemeinsam mit Bernhard Bergmann, dem Leiter des Trägers Stephanus Gemeinschaft, die Ziele und Arbeitsweise eines Familienstützpunkts. Dabei gingen die Referenten insbesondere auf die gesellschaftlichen Veränderungen ein, die solche Angebote notwendig machen – etwa den Rückgang traditioneller Mehrgenerationenhaushalte, die wachsende Mobilität und die abnehmende Ortsverbundenheit vieler Familien.
Ein Familienstützpunkt, so Hug und Bergmann, sei eine niedrigschwellige Anlaufstelle für Familien, die Beratung, Begleitung und vielfältige Bildungs- und Begegnungsangebote bietet. Die Angebote fördern das gesellschaftliche Miteinander, ermöglichen Austausch und schaffen Zugänge zu weiterführender Unterstützung. Neben der Möglichkeit zur Beratung reichen die Angebote von Krabbelgruppen und „Babbelcafé“, bis hin zu Workshops und offenen Elternabenden. Der Kahler Familienstützpunkt werde sehr gut angenommen und die Veranstaltungen zahlreich besucht, so Hug. Gleichzeitig lebt die Arbeit von den Netzwerken und Kooperationen mit beispielsweise den örtlichen Kindergärten und Schulen.
Zahlreiche Beiträge aus dem Publikum griffen die vorgestellten Themen auf, wodurch ein reger Austausch entstand. Fritz Möller zeigte sich sehr zufrieden: „Das Interesse am Thema und die vielfältigen Perspektiven zeigen, dass Familienpolitik und soziale Infrastruktur im Kahlgrund vielen Menschen am Herzen liegen.“
